Sechs Vereinsteams müssen knifflige Aufgaben lösen

BGU feiert ihr 90-jähriges Bestehen

Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Dem Fest zum 90-jährigen Bestehen der Bürgergemeinde Unterbeuern (BGU) konnte der Regen am Samstag nichts anhaben. Unter dem schützenden Zeltdach feierten Mitglieder, Freunde und Vertreter anderer Bürgervereinigungen bis in die Nacht hinein bei allerbester Stimmung.

 

Nach der Eröffnung am späten Vormittag nahm das Fest mit dem Startschuss beim Nachmittag der Vereine so richtig Fahrt auf. Neben den Bürgergemeinden Haimbach und Oberbeuern sowie dem FC Lichtental beteiligten sich mit den Höllenwölfen, dem Turnverein und der Musikkapelle gleich drei Vereine aus Geroldsau. Alle sechs Teams waren mit jeweils vier Teilnehmern angetreten, um vier ganz schön knifflige Aufgaben unter dem Motto "Die perfekte Minute" zu lösen. 

 

Beim "Klorollen-Sushi" musste ein Turm aus acht auf zwei Besenstielen drapierten Rollen von einem Tisch zum nächsten getragen und in eine Öffnung bugsiert werden. Das einst von Peter Böhlen für einen Kindergeburtstag gebaute Gerät, um Haushaltsgmmis in die Luft zu schießen, fand bei der zweiten Aufgabe Verwendung, wobei ein Kandidat die abgeschlossenen Gummis per selbst gedrehter Papiertüte wieder auffangen musste.


Ebenfalls unter Böhlens kundigen Händen war eine Mohrenkopfschleuder entstanden. Nur dass jetzt kleinere Süßigkeiten - oder auch schon mal an nasser Schwamm - aufgefangen werden mussten, nachdem ein Ballwurf auf die Zielscheibe den Schleudervorgang ausgelöst hatte. Zu guter Letzt galt es, mittels einer Angel aus Zollstock, Schnur und Dübel einen Tischtennisball von einer Flaschenöffnung zu schießen. Da floss viel Schweiß, bei den Kandidaten ebenso wie bei ihren johlenden Fans im voll besetzten Festzelt.

Letztendlich konnte sich nach zähem Ringen die Bürgergemeinde Haimbach vor der BG Oberbeuern und dem FC Lichtental durchsetzen, die Spielführer nahmen aus den Händen der Vorsitzenden Waldtraud Nölle ihre hart verdienten Pokale entgegen. 

 

Der Hüttenorgler vom Kniebis hatte im Anschluss keinerlei Mühe, mit allseits bekannten Stimmungshits und seinen fröhlich-herzhaften Geschichten die gute Laune sogar noch weiter auszubauen. Gestärkt mit einem "Gaudiweck", Schweinebraten oder einer handlichen Bratwurst wurde allseits geplaudert, mitgesungen, und es wurden nachbarschaftliche Kontakte gepflegt. 

Wer sich zwischendurch über ein geschecktes Schwein an der Leine wunderte, der hatte nicht zu tief ins Glas geschaut, sondern lediglich diesem unerwarteten vierbeinigen Besucher auf die rosige Schnauze.

 

Jan Riedinger griff nun zur Gitarre und unterhielt die Besucher mit Liedern zum Hinhören aus den aktuellen Charts, aber beispielsweise auch von den Beatles, und erntete viel Applaus.


Der Abend gehörte dann den Polkafüchsen, deren Auftritt sich die Vorsitzende Waldtraud Nölle schon vor einem Jahr gescihert hatte, da sie in der Region sehr begehrt sind. Ihr schwungvoller Beitrag mit Blasmusik, Gesang und vielen Gaudieeinlagen kam beim Publikum bestens an, das sich gerne zum Mitmachen verleiten ließ und sich erst zu später Stunde etwas fröstelnd auf den Heimweg machte.